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Teil III - So, wir sind in Bearlin!

Wieder unten auf der Erde, im Berliner Zoo, schauten sie alle der guten Captain Yeo und ihrem Starship nach, wie sie ins All entschwanden. Wir haben Glück, dass wir noch leben, dachten sie. Doch plötzlich fing Delilah an zu zittern und klammerte sich an den buschigen Schwanz von Samson. Was in aller Welt ist los mit dir, fragte George, der gerade seine Tablette genommen hatte und sich fühlte, als könne er Bäume ausreißen. Oje, mir ist schwindelig, sagte Delilah, Bärlin ist eine solch riesige Stadt, und ich freue mich nicht unbedingt auf ein Treffen mit dem mächtigen König Knut. Was wird er bloß sagen? Mein Fell ist tropfnass, und ich sehe gar nicht mehr schön aus. Hey Delilah, rief Samson und schüttelte den majestätischen Kopf. Lass meinen Schwanz los und benimm dich nicht wie ein verschrecktes Kaninchen. Alle haben Spaß außer dir. Schau mal, Rocco, Miffe, Floyd, Fry und Lila spielen sogar Bremer Stadtmusikanten. Dir wird also nichts passieren, hier bist du sicher. Wie du weißt, hat Herr von Rottweiler alles im Griff. Außerdem habe ich gehört, dass der König ein gütiger Herrscher ist. Und er isst so gern! Mit einem französischen Croissant kannst du ihn immer bestechen. Aber nimm erstmal etwas Sahne, sagte Harry, das wird die Dämonen vertreiben. Delilah beruhigte sich, leckte ihre Pfote, lächelte ihr strahlendes kätzisches Lächeln, und dann stimmte die ganze Gesellschaft das Lied „Janz Bärlin is eene Wolke“ an …

... als sich Wolfgang von Rottweiler dann bereitmachte, Delilah, Samson, Harry, George, Charlie, Fry, Floyd, Rocco, Lila und Miffe durch das Elefantentor am Zoo Berlin zu leiten, hielt ein Taxi vor der in Spannung wartenden Truppe. Zu ihrer Überraschung stiegen Bodhi und Yamuna aus, die den Zauberteppich und das Starship Knutiprise verpasst hatten … Ihnen war es gelungen, einen direkten Flug von Seattle nach Bärlin zu ergattern.


George, der sich putzmunter fühlte, erzählte ihnen alles, was sie verpasst hatten ... Lt. Worf, den Transporter und die spannenden Erlebnisse auf einem Starship! Bodhi und Yamuna hörten aufmerksam zu. Dann fragte Yamuna: „Habt ihr schon gegessen? Ich habe schon so viel von Mervis Fireside Café gehört. Könnten wir nicht dort zum Mittagessen hingehen? Ich bin sicher, dass wir dort King Knut treffen werden."
Wolfgang dachte einen Moment nach und fragte sich, warum nicht er auf diese Idee gekommen war. „Ja, machen wir das. Aber bitte auf direktem Wege zum Café. Keinen Abstecher ins Tattoo-Zoo-Studio. Ich besitze keinen Gutschein für Body-Art (Körperkunst)!”

Ein kleiner Rundgang durch den Zoo auf dem Weg zu Mervis Fireside Café
Sämtliche Tiere waren sehr aufgeregt, im Berliner Zoo zu sein!
Sie waren außerdem ein bisschen hungrig und wollten in Mervis Fireside Café einen Happen essen (DEM angesagten Ort in der Stadt!). Aber, so dachten sie, vorher wollen wir noch einige Plätze besuchen, die wir viele Male in den von unseren Menschen so geliebten Abendschau-Videos gesehen haben!

Also wanderten Wolfgang von Rottweiler, Delilah, Samson, Harry, George, Charlie, Fry, Floyd, Rocco, Lila, Miffe, Bodhi und Yamuna die Pfade im Zoo entlang, die sie alle sooo oft gesehen hatten. Dann begaben sie sich auf den Spielplatz und testeten die Schaukeln und diese spezielle Rutsche, auf denen sie Knut und TD im letzten Sommer hatten spielen sehen – das war ein solcher Spaß! Aber stellt euch ihre Überraschung vor: als sie anschließend umherliefen und im hohen Gras Fangen spielten, bemerkten sie plötzlich, dass noch ein anderes Haustier bei ihnen war.

“Hallo”, sagte Oso, “Ich habe den ersten Zauberteppich verpasst, aber ich habe bei einem anderen Anhalter gespielt, der des Weges kam – wir haben unterwegs bei Luisas Haus gehalten, wie ihr alle, und dieser Pudel hat mir gezeigt, wohin ihr alle gefahren seid! Seht ihr, nun bin ich auch hier!“


Die Knuti-Gang war hocherfreut, ihn zu sehen, und erzählte ihm von ihren Plänen, Mervis Fireside Café später einen Besuch abzustatten. Sie waren ja alle so aufgeregt!!

Also, die Tiere sind jetzt im Café Fireside angekommen. Dort hatte ihnen die alte Kragenbärdame, die natürlich ihr Kätzchen mitgebracht hatte, alles von Knutis Jugend erzählt und von seinen Streichen mit Onkel Ronnies Butterbrot etc. (Eine hübsche längere Geschichte von Luisa.) Rosemary hatte dann geschrieben, dass sich die Horde die Limousine, in der sie zum Café gefahren worden waren, geschnappt und eine Besichtigungstour durch Berlin gemacht hatte. Kaum waren sie wieder im Café angekommen, erschien der Fahrer der Limousine. Er war total betrunken und sprach völlig falsches Englisch. Zuletzt schrieb Eva Gregory, dass Herr von Rottweiler Sinn für Humor bewies und sagte, man solle den besoffenen Fahrer aufs Sofa legen und ihn zudecken. Da er seinen Rausch ausschlafen musste, könnte man ja umso länger im Café Fireside bleiben und die Köstlichkeiten der Küche genießen. Alle klatschten Beifall und gingen zu ihren Tischen zurück. Retta kam aus der Küche und schlug vor, man sollte etwas gemeinsam singen.

Die erste Nummer kam von Harry und George, die ihre britischen Wurzeln feierten. Sie sangen so lange, bis sämtlichen Ländern und Kontinenten Ehre erwiesen worden war. Der große fellige Kellner mit den niedlichen Ohren brachte ein Tablett nach dem anderen aus der Küche. Diese Mahlzeiten waren extra für die Gäste zubereitet worden. Es gab ein bisschen Knatsch zwischen zwei Katzen, weil nur noch ein einziges Stück Lachs übrig war, aber dann zauberte der Kellner noch einen Thunfisch hervor, was alle entzückte. Einer der Gentleman-Kater, der mit Harry und George gekommen war, schlug vor, von jedem Teller eine Kleinigkeit zurückzubehalten und diese den Tieren des Waldes zu spenden. Der Kellner erklärte ihnen dann, dass Mervi und Eva G. jeden Abend dafür sorgten, dass genügend Essen für die hungrigen, heimatlosen Tiere im Wald übrigblieb.

Er erzählte ihnen weiter, wie er eines Tages die Eichhörnchen-Familie entdeckt hatte, das Mervi und Eva G. erklärt hatte und die beiden ihm gesagt hatten, er solle sich keine Sorgen machen. Von diesem Zeitpunkt an würden sie sich darum kümmern, dass die Tiere immer etwas zu essen hätten. Irgendwann später am Abend erwachte der Fahrer der Limousine aus seinem Rausch und sagte, es sei an der Zeit, sich auf den Heimweg zu machen. Natürlich konnte es Wolfgang von Rottweiler nicht zulassen, dass er sich ans Steuer setzte, also bat er Floyd, der den Wagen ja bereits durch Berlin chauffiert hatte, das zu übernehmen. Nun wurden Küsse und Umarmungen verteilt, und die Gruppe setzte sich ins Auto und fuhr zurück ins Animal Hotel.

 

Teil IV