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Raspi und Herr Graf

 Nach Ostern 2010 von Annemarie, Collage by Caren

Wellness-Tage beim Grafen im Keilerland

Es ist gar nicht lange her, da rief mich Herr Graf an und teilte mir mit, dass sein Bärenfreund Raspi und Onkel Sergej bei ihm im Burghotel als "special private guests" in der Bären-Suite einquartiert sind. Ich könne sie aber nicht erreichen, da sie von morgens bis abends an einem eigens für sie kreierten "Wellness-Programm" teilnehmen.

Während der tollen Tage kürzlich in Berlin haben sich die Zwei anscheinend übernommen. Im Falle des Onkels war nun mehr oder weniger eine (Alkohol-) Entgiftung von Nöten. Es wurde von wilden Partys in gewissen Szene-Bars rund um den Checkpoint Charly berichtet, und im Falle von Raspi, der die diversen Kneipen- und Diskobesuche relativ gut überstanden hatte, soll ein Nervenzusammenbruch nicht mehr weit gewesen sein, was auch seine Flocke nicht verhindern konnte.

An den Berliner Abenden wollten Flocke und Gio nicht auf ihren Schönheitsschlaf verzichten und immer recht früh heimkehren. Jedoch fanden Raspi und leider auch die anderen Hotelgäste wenig Schlaf, denn der aufgekratzte Onkel Sergej sang nach seiner Rückkehr ins Hotel immer laut und voller Inbrunst russische Liebeslieder, worüber sich auch einige Gäste beschwerten. Und da ein Unglück selten allein kommt, hier gleich noch was: Kurz vor der Abreise bemerkte Raspi, dass der Onkel all sein Geld verprasst oder wie der Onkel meinte, am Checkpoint Charly "verloren" hatte. Raspis Kreditkarte hatte durch seine eigenen Exkursionen und Flockes Einkäufe das Limit fast erreicht und so konnte er seinem Onkel nicht helfen. Entnervt bat Raspi seinen gräflichen Freund um Hilfe, der sogleich die Zeche im Hotel übernahm. Der Chauffeur des Grafen fuhr die drei Bären erst einmal nach G. in das gräfliche Burghotel (bei mir gleich um die Ecke) und brachte Flocke auf ihren Wunsch hin nach Nürnberg, wo sie schnell die vielen neu erworbenen Einkäufe auspacken und begutachten wollte.

Herr Graf schlug Raspi und dem Onkel vor, ein paar Tage in seinem Wellness-Ressort zu entspannen. Und das mit allem drum und dran: Gepflegt ausschlafen, gut essen, Golf spielen, die alte Burgruine besteigen, beim Reitturnier zuschauen, Massage, Sauna usw. Sozusagen: "Erst Fango, dann Tango". Onkel Sergej willigte sofort ein. Er konnte ja nicht wissen, dass es in den nächsten Tagen keinen Tropfen Alkohol mehr geben sollte und die nur wenige Meter entfernte Schnapsbrennerei für ihn "Tabu deluxe" war.

Da Caren Flocke und Raspi heute in Nürnberg besucht hat, vermute ich, die Bären haben die Wellness-Tage gut hinter sich gebracht. Vielleicht ist Onkel Sergej nach Dänemark abgereist. Hoffentlich lässt er es ruhig angehen. Wie ich gehört habe, jobbt er dort in einer Brauerei, aber eventuell helfen ihm die neuen Arbeitsbedingungen, kein Freibier mehr für die Angestellten während der Arbeit, mal ein wenig länger trocken zu bleiben.

Da sage ich nur: Gottes Wort in Bärens Ohr! ;-)

Carens Übersetzung:

It is not long ago since Herr Graf called to inform me that his bearfriend Raspi and Uncle Sergej now accommodated in Burghotel in the Bear Suite as "special private guest". I could not reach them, as they are from morning to evening participating in a Wellness-Program which is especially created for them.

During the recent grooving days in Berlin these two have overextended themselves. For the uncle, more or less a (alcohol-) detoxification was necessary. Wild parties in particular scene-bars in the region of Checkpoint Charly are reported and in Raspi's case, who had survived well several bar- and disco visits, a nervous breakdown was pretty near which also Frl. Flocke could not prevent.

Flocke and Gio did not want to surrender their beauty-sleep on these Berlin evenings and went home quite early. However, Raspi and all the other hotelguests could not sleep a lot, because the liven-up Uncle Sergej was singing louder and louder Russian lovesongs with fervor when returning to the hotel. Some of the guests complained about it. Due to the fact that one mishap doesn't come alone (Murphy's Law) the following happened: Right before the departure Raspi realized that his uncle had guzzled all his money and as the uncle remarked "lost" around Checkpoint Charly. Raspi's credit card had reached the limit after having paid for his own excursions and Flocke's shopping-tour. That's why he could not help his uncle. Rather enervated he asked his friend the Graf for help, who immediately paid for the piper and called the tune. The driver took the three bears to G. into the Burghotel (just round the corner of me) and then on demand of Frl. Flocke, he took her to Nuremberg where she quickly wanted to unwrap and eye up her latest purchases.

Herr Graf recommended Raspi and the uncle to stay in his Wellness Ressort for a couple of days and relax. And that with all the bells and whistles: a good night's rest, a good meal, play golf, to climb the old castle ruin, watch a horse race, massage, sauna etc. "First Fango then Tango". Uncle Sergej agreed immediately. He could not know that the next days there wouldn't be a single drop of alcohol and the nerby distillery would be for him "Tabu deluxe".

As Caren is visiting Flocke and Raspi today in Nuremberg, I guess, the bears have enjoyed the wellness days. Maybe Uncle Sergej has left for Denmark. He hopefully starts slowly. As I am informed he is working in a brewery there. The new working conditions might help him to stay dry for a longer time: no free beer for the employees during working time. I only comment on this: Let's hope so by Goodness! ;-)

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 18.4.2010 von Annemarie, Collages von Caren

Plaudereien und Kommentare zu den Geschehnissen rund um den Grafen, Raspi und Onkel Sergej.

Bei mir um die Ecke ist eine gräfliche Schnapsbrennerei (die mit dem Keiler). So werde ich Raspi als Lohn für seine therapeutischen Dienste auf ein nettes Wochenende dorthin einladen. Da gibt es viel zu trinken und eine Eisbahn direkt vor der Keiler-Schänke lädt nur so ein, den Bären-Toeloop oder ein paar Pirouetten hinzulegen. :-)

Dr. Raspi kam gestern Abend hier in G. an. Nach einem Smalltalk und der Visite bei mir - er hat wirklich heilende Tatzen, denn mir geht es heute gut - wollte er unbedingt zu meinem Nachbarn, den Herrn Grafen und die besagte Schnapsbrennerei besuchen. Ich war ihm ja was schuldig und so fuhr ich ihn auf das gewisse Anwesen. Während der kurzen Fahrt meinte Raspi, dass ein junger Eisbär sich laufend fortbilden muss, um "up to date" zu sein, das wäre schon allein ein Muss für seinen Job in der Knuipe usw.


Mit dem gefilterten Gold will Raspi dick ins Goldgeschäft einsteigen

Der Graf schaute nicht schlecht, hat er sonst mehr mit Wildschweinen zu tun. Er lud unseren Sonnyboy gleich zu sich ein. Ich habe die beiden Herren dann diskret allein gelassen und hoffe, dass Raspi heute Morgen nicht zu müde zum Dienst erschienen ist. Oder hätte er sich vorsorglich einen Tag Zeitausgleich nehmen sollen? Er hat doch sicherlich wahnsinnig viele Überstunden, bei all den schwierigen QCs in der Knuipe.

Auf alle Fälle bekam ich heute eine SMS von Raspi: "Madam wie geht's, wie steht's? Bin jetzt mit dem Grafen "per du". Komme im April wieder, passe dann gern zusammen mit Frl. Flocke ein paar Tage auf Ihr Haus auf, wäend Sie bei ihrem Sohn in Berlin sind. Opps! Tatze drauf! Rasputin, ehemals Dimitri oder kurz Raspi".

Flocke wunderte sich indes und fragte bei mir nach, was das alles so auf sich hat.

"Dear Auntie Annemarie - I do not understand. What is it all about Wildschweine, Graf, Schnapsbrennerei? I miss my Raspi."

Ich konnte sie beruhigen: "Frl. Flocke, bitte seien Sie sicher, Ihrem und unserem Raspi geht es sehr gut. Ich befürchte, er ist nur ein wenig sehr müde, sicherlich schläft er wohlbehalten im Hinterzimmer der Knuipe auf dem roten Sofa. Mervi wird ihn heute Abend dort behutsam wecken und zu Ihnen bringen lassen. Tatzenehrenwort! Ja, Raspi war gestern Abend viel unterwegs, aber er hat sich heute um 08:39 Uhr in/aus der Knuipe gemeldet und wollte erst einmal frühstücken, eine gewisse Müdigkeit zeichnete sich jedoch schon ab. Nach einem Kurzbesuch bei mir in G. gestern Abend musste er dringend zu einer Fortbildung, gleich bei mir um die Ecke. Ein hier ansässiger Graf (bekannt unter anderem für das Danziger Goldwasser, in dem richtige 22-karätige Goldplättchen schwimmen) wollte ihm neueste Erkenntnisse in der Obstverkostung vorführen. Das ist anscheinend ein sehr begehrtes Thema. Die beiden Herren verstanden sich jedenfalls auf Anhieb. Frl. Flocke, seien Sie bitte nicht zu streng mit Raspi, er wollte sich doch nur weiterbilden. Und zum Wochenende ist er wieder der alte Jungspund, unser aller Sonnyboy!"

Flocke fand das mit dem Gold super.


Raspi hat eine goldige Idee

"Miss Flocke, Don't worry about Raspi. He is only very tired today. Yesterday he made a short trip to G. and had an appointment with a Count who is famous in my region and who lives not far away from me. He owns a distillery and produces spirits/liquor. His famous product is "Danziger Goldwasser/Gold Water of Gdansk". Have you ever heard about that? It is a water-clear liqueur made of herbs with small flakes of 22 karat gold suspended in it. So we can say that yesterday Raspi had a further training when he visited the distillery and saw all the bottles of liquor. That's all."

Flocke liked the gold very much.

Etwas später erhielt ich einen Anruf vom Grafen. Er wollte meine fachfrauliche Meinung über eine exquisite Abfüllung in kleiner Menge seines Danziger Goldwassers in rosé einholen. Eine Lady (ihm war so als ob es eine Prinzessin gewesen wäre) hatte danach bei ihm angefragt. Ihm persönlich gefalle der Gedanke gut und auch sein Goldlieferant in Kapstadt ist in der Lage, ad hoc Rotgold-Flitter (die Karatzahl ist noch in Verhandlung, es muss auch bekömmlich sein) zu liefern. Falls ich den Vorschlag auch gut finden sollte, bat er mich um Benennung einer Testperson zur QC, die also die ersten DRGW Flaschen erproben kann. Als ich ihm seinen neuen Freund R. aus N. vorschlug, war er begeistert und wollte gleich eine gräfliche Botschaft abschicken (ich denke, er meinte eine simple SMS).

 

 

Flocke bekommt nun die Flaschen mit dem rosé/pink Inhalt und Raspi bunkert im Rahmen der QC-Aktion das Gold und verkauft die Flaschen als normales DW. Dieser Filou!


Flocke freut sich über die exquisite Abfüllung

Vielleicht kehrt da bald wieder ein wenig Frieden im Hause FloRa ein.